Akute Schmerzen? Direkt anrufen.
Mo–Do 08:00–17:00: telefonische Notfall-Annahme. Ausserhalb: Notfalldienst Kanton Bern. Bei einem Zahn-Unfall den ausgeschlagenen Zahn in Milch oder Speichel mitbringen.
Bei welchen Beschwerden wir akut helfen
Akute Zahnschmerzen
Plötzlicher, starker Schmerz ist fast immer ein Zeichen für eine akute Entzündung oder einen tieferliegenden Schaden im Zahn. Wir suchen die Ursache, entlasten den betroffenen Bereich und leiten die ersten Behandlungsschritte ein, um die Schmerzen zu reduzieren.
Abgebrochene Zähne
Vom kleinen Eckchen bis zum grösseren Bruch — wir beurteilen, wie tief der Schaden geht, prüfen ob der Zahnnerv betroffen ist, und versorgen den Zahn provisorisch oder definitiv. Damit Sie schmerzfrei kauen können.
Akute Entzündungen
Abszesse oder Schwellungen sind nicht nur schmerzhaft, sondern können sich auf den ganzen Körper auswirken — wir öffnen wenn nötig den Entzündungsherd zur Entlastung, reinigen den Bereich gründlich und entscheiden über medikamentöse Unterstützung.
Zahnunfälle
Sturz, Schlag beim Sport, ausgeschlagener Zahn — wir stabilisieren gelockerte Zähne, versorgen Bruchstellen und prüfen, ob ausgeschlagene Zähne wieder eingesetzt werden können. Je schneller Sie kommen, desto besser sind die Chancen für den Zahnerhalt.
Wann Sie uns sofort anrufen sollten
- Starke, anhaltende Zahnschmerzen, die nicht auf Schmerzmittel ansprechen
- Schwellung im Gesichts- oder Halsbereich, eventuell mit Fieber
- Abgebrochener Zahn — auch wenn er aktuell nicht weh tut
- Ausgeschlagener Zahn (besonders bei Kindern und Jugendlichen)
- Anhaltendes oder starkes Zahnfleischbluten
- Verletzungen im Mundraum nach Sturz oder Aufprall
Wichtig bei ausgeschlagenem Zahn: Den Zahn nur an der Krone (oben) anfassen, nie an der Wurzel. Nicht abputzen oder desinfizieren. In Milch, isotonischer Kochsalzlösung oder im eigenen Speichel transportieren — und so schnell wie möglich zu uns kommen. Bei rechtzeitigem Handeln (innerhalb von 30 bis 60 Minuten) bestehen gute Chancen, den Zahn zu erhalten.
Antworten im Notfall
Was wir am häufigsten gefragt werden — und unsere ehrlichen Antworten dazu.
Was tue ich, wenn Ihre Praxis geschlossen ist?
Ausserhalb unserer Öffnungszeiten (Mo bis Do, 8 – 17 Uhr) ist der zahnärztliche Notfalldienst des Kantons Bern unter 0848 800 855 erreichbar. Bei lebensbedrohlichen Notfällen mit Atembeschwerden, starkem Blutverlust oder Bewusstseinsstörungen wählen Sie 144.
Behandeln Sie mich auch ohne Voranmeldung?
Bitte rufen Sie uns vorher an. Wir können dann die Dringlichkeit einschätzen und einen Termin so legen, dass Sie nicht unnötig warten. Bei sehr akuten Notfällen versuchen wir, Sie zwischen reguläre Termine einzuschieben.
Wie lange dauert eine Notfallbehandlung?
Eine reine Akutversorgung dauert meist 20 bis 45 Minuten — Ziel ist, den Schmerz zu lindern und die Lage zu stabilisieren. Definitive Reparaturen werden in einem Folgetermin vorgenommen, wenn die Entzündung abgeklungen ist.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten eines Notfalls?
Zahnärztliche Behandlungen sind in der Schweiz grundsätzlich keine Pflichtleistung der Grundversicherung. Bei akuten Notfällen ist meist Ihre Versicherungssituation entscheidend:
- Unfallversicherung (UVG): bei Berufsunfällen oder Freizeitunfällen mit Anmeldung über den Arbeitgeber bzw. die obligatorische Unfallversicherung.
- Militärversicherung (MVG) oder Invalidenversicherung (IVG): bei entsprechendem Versicherungs- oder Leistungsbezug.
- Zahnzusatzversicherung: kann je nach Police einen Teil der Kosten erstatten — ein Blick in die eigene Police lohnt sich.
- Selbstzahler: in allen anderen Fällen rechnen wir direkt mit Ihnen ab. Wir unterstützen Sie gerne bei der Einreichung an Ihre Zusatz- oder Unfallversicherung.
Kann ich vor dem Termin Schmerzmittel nehmen?
Ein gängiges Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol) kann bis zum Termin entlasten, wenn Sie es ohnehin gut vertragen und keine Vorerkrankungen vorliegen, die dagegen sprechen. Bitte halten Sie bei Magen-Darm-Erkrankungen, Nieren- oder Lebererkrankungen, Schwangerschaft, blutverdünnenden Medikamenten oder Unsicherheit zur Dosierung Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder einer Apotheke. Bitte teilen Sie uns am Telefon mit, was Sie eingenommen haben — so können wir die Behandlung darauf abstimmen.
Was sollte ich zum Notfalltermin mitbringen?
Wenn möglich Ihre Krankenkassen-Karte, eine Liste der Medikamente, die Sie regelmässig einnehmen, und Hinweise auf Allergien oder Vorerkrankungen. Bei einem ausgeschlagenen Zahn: den Zahn in Milch oder Speichel — siehe Hinweis oben.
Ihre Frage ist nicht dabei?
Schreiben Sie uns Ihre Frage — wir melden uns innerhalb eines Werktages zurück.
Akute Beschwerden? Rufen Sie jetzt an.
Wir schätzen die Lage gemeinsam ein und finden schnell einen Weg. Bei einem Notfall ist Telefon der direkteste Weg — wir reagieren am gleichen Tag.
Praxis anrufen — +41 32 679 37 88
Ausserhalb unserer Öffnungszeiten: Notfalldienst Kanton Bern 0848 800 855 (Tarif gemäss Netzanbieter)
Mo – Do, 08:00 – 17:00 · Bürenstrasse 13, 3296 Arch