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Parodontitis (Parodontose)

Den Verlauf bremsen — nicht erst handeln, wenn es weh tut.

Parodontitis — umgangssprachlich Parodontose — verläuft jahrelang unbemerkt. Wir messen die Taschen, beraten ehrlich, behandeln schonend. Stoppen ist realistisch, Heilen leider nicht.

Behandlung

Vier Schritte vom Erkennen zum Stabilisieren

Symptome rechtzeitig erkennen

Zahnfleischbluten beim Putzen oder Kauen, Rötung, Schwellung, anhaltender Mundgeruch — das sind die typischen Warnzeichen. Zurückgehendes Zahnfleisch, empfindliche Zahnhälse oder leicht wackelnde Zähne deuten auf eine bereits fortgeschrittene Erkrankung hin.

Sorgfältige Diagnose

Wir sondieren Zahnfleisch und Zahnfleischtaschen und messen deren Tiefe. Röntgenaufnahmen zeigen, ob bereits Knochensubstanz verloren gegangen ist — so können wir das Ausmass genau einschätzen und die passende Behandlung planen.

Schonende Behandlung

Wir entfernen bakterielle Beläge ober- und unterhalb des Zahnfleischrands, reinigen die Zahnfleischtaschen schonend (geschlossene Behandlung) und glätten die Wurzeloberflächen — bei Bedarf unterstützen wir mit Spüllösungen oder, in schweren Fällen, Antibiotika.

Konsequente Nachsorge

Nach der aktiven Behandlung folgt die Stabilisierungsphase — wir sehen Sie regelmässig zu Kontrollen und Reinigungen, meist in engeren Intervallen als bei gesundem Zahnfleisch. Diese Nachsorge entscheidet langfristig über den Erfolg der Therapie.

Warnzeichen — wann eine Abklärung sinnvoll ist

  • Zahnfleisch blutet beim Zähneputzen oder bei der Verwendung von Zahnseide
  • Mundgeruch trotz guter Pflege
  • Zahnfleisch zieht sich sichtbar zurück, Zahnhälse werden empfindlich
  • Zähne wirken länger als früher oder beginnen zu wackeln
  • Rötung, Schwellung oder dauerhaftes Druckgefühl im Zahnfleisch

Hinweis: Hauptursache der Parodontitis sind bakterielle Zahnbeläge an den Zahnfleischrändern und in den Zwischenräumen. Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes, Stress und eine erbliche Veranlagung können den Verlauf beschleunigen. Unbehandelt kann die chronische Entzündung den ganzen Körper belasten und steht in Verbindung mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Häufige Fragen

Antworten zur Parodontitis-Behandlung

Was wir am häufigsten gefragt werden — und unsere ehrlichen Antworten dazu.

Was unterscheidet Parodontitis von einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis)?

Eine Gingivitis ist eine reine Zahnfleischentzündung — sie bleibt auf das Zahnfleisch beschränkt und ist mit guter Mundhygiene meist vollständig reversibel. Eine Parodontitis hat den Zahnhalteapparat darunter erreicht: Bindegewebe und Knochen sind beteiligt. Behandelt werden kann sie sehr gut, aber rückgängig machen lässt sich der bereits eingetretene Knochenverlust nicht.

Tut die Behandlung weh?

Die geschlossene Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist meist gut auszuhalten. Nach der Behandlung kann das Zahnfleisch einige Tage druckempfindlich sein. Schmerzmittel sind in dieser Phase selten nötig.

Wie viele Termine sind nötig?

Üblich sind ein erster Termin für die Befundaufnahme und ein bis zwei Behandlungstermine, in denen Ober- und Unterkiefer separat gereinigt werden. Danach folgt die Nachsorgephase mit Kontrollen — typischerweise alle drei bis sechs Monate, je nach Verlauf.

Werden lockere Zähne wieder fest?

Eine bereits eingetretene Lockerung lässt sich nicht vollständig rückgängig machen, da der verloren gegangene Knochen nicht von alleine nachwächst. Aber: Nach erfolgreicher Behandlung kann sich die Entzündung beruhigen, das Zahnfleisch fester werden und die Lockerung sich häufig stabilisieren oder leicht zurückbilden.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Parodontitis-Behandlungen werden in der Schweiz in der Regel nicht von der Grundversicherung übernommen. Eine Zahnzusatzversicherung kann je nach Police einen Teil der Kosten erstatten — ein Blick in die eigene Police lohnt sich.

Wie kann ich Parodontitis vorbeugen?

Vorbeugend wirken eine gründliche Mundhygiene mit zweimal täglichem Zähneputzen, regelmässige Reinigung der Zahnzwischenräume und professionelle Zahnreinigungen ein- bis zweimal pro Jahr. Nichtrauchen, eine ausgewogene Ernährung und regelmässige Kontrollen helfen, frühe Anzeichen rechtzeitig zu erkennen.

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Schreiben Sie uns Ihre Frage — wir melden uns innerhalb eines Werktages zurück.

Ihre Frage wird ins Anfrageformular übertragen, dort senden Sie sie ab. Bei akuten Schmerzen erreichen Sie uns am direktesten telefonisch.

Bei Warnzeichen lohnt sich die Abklärung

Bei Warnzeichen oder Unsicherheit — eine Abklärung lohnt sich. Eine zweite Meinung ist jederzeit willkommen.

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